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Das (fast) perfekte Wochenende

-Kanuslalom: Pirmasenser Simon Schiel wird Deutscher Vizemeister in der C1 Mannschaft-

 

Am Wochenende fanden in Fürth die Deutschen Schülermeisterschaften im Kanuslalom statt und die Wassersportfreunde Zweibrücken waren mit zwei Athleten am Start. Laut Trainer Sebastian Zehfuß, der die beiden A-Schüler (12-14 Jahre) Simon Schiel und Cedric Halm betreute, war es das fast perfekte Wettkampfwochenende.

Die Sensation gelang hierbei dem erst 12-jährigen und somit erstmals überhaupt bei den A-Schülern startenden Simon Schiel. Er fuhr in der seit Jahrzehnten von Sportlern aus den ostdeutschen Bundesländern dominierten Disziplin des Einer-Canadier (C1) in einer rheinland-pfälzischen Renngemeinschaft im Mannschaftslauf völlig überraschend auf den Silbermedaillen-Rang. Mit seinen beiden Sportsfreunden Paulina Pirro (KSV Bad Kreuznach) und Enrico Dietz (RKV Bad Kreuznach) gelang ihm, was im Vorfeld niemand für möglich gehalten hätte. „Wenn man dann noch sieht, dass lediglich zwei Zehntel zur Goldmedaille fehlten, kann man sich vorstellen, welch einen Lauf die drei auf das Wasser gezaubert haben“, war Trainer Zehfuß danach hellauf begeistert. Doch auch in Schiels eigentlicher Paradedisziplin, dem Einer-Kajak (K1), konnte er mehr als überzeugen und sein Ziel im ersten A-Schüler-Jahr in die TOP 20 zu fahren deutlich erreichen. Der Gymnasiast des Immanuel-Kant-Gymnasiums wurde mit einem perfekten und fehlerfreien Lauf 15ter unter den insgesamt 55 Startern. „Simon hat im entscheidenden Durchgang alle Vorgaben fehlerfrei und punktgenau umgesetzt, war hochkonzentriert und fokussiert und wurde unter den Startern seines Jahrgangs (2005) sogar Vierter“, lobte Coach Zehfuß seinen Schützling und ergänzte: „Das lässt für sein zweites A-Schüler-Jahr in der kommenden Saison schon einiges erwarten.“ Eben nur fast perfekt war das Wochenende für den zweiten WSF-Paddler Cedric Halm. Der 14-jährige Zweibrücker, der bereits in seiner zweiten A-Schüler-Saison an den Start geht, hat am ersten Wettkampftag in den Qualifikationsläufen mit einem sehr starken zweiten Run gezeigt, dass er in der Lage ist, in diesem Startfeld unter die besten Zehn zu paddeln. Daher war seine Zielsetzung für das Halbfinale am Sonntagmorgen klar: „Ich würde morgen gerne in das Finale der besten zehn deutschen Slalomkanuten fahren“, so Halm zuversichtlich am Samstagabend. Doch leider konnte er sein wahres Können am Sonntagmorgen dann nicht abrufen und fuhr auf Rang 17. Trainer Zehfuß sah dennoch sehr viel Potential in Cedric Halm und hofft, dass er gestärkt aus dieser kleinen Enttäuschung herausgeht: „Dass er die paddeltechnischen Fähigkeiten und Fertigkeiten dazu hat, steht außer Frage, aber manchmal hat er noch das Problem, punktgenau konzentriert da zu sein. Daran werden wir mit ihm gemeinsam in den kommenden Wochen arbeiten.“ Und wie gut er sein Slalomkajak beherrscht, konnte Halm dann auch noch im Mannschaftslauf des Einer Kajak gemeinsam mit Simon Schiel und Enrico Dietz (RKV Bad Kreuznach) unter Beweis stellen, denn hier wurden die drei Sportler unter den insgesamt 30(!) Mannschaften trotz eines Fahrfehlers immer noch Siebter.