Die Schwimmabteilung blickt zurück
29. Dezember 2020

Rückblick der Kanuabteilung auf die Saison 2019/2020

Das Jahr 2019 ist schon lange abgeschlossen und doch möchten wir uns hier noch einmal die Zeit nehmen, um die erfolgreiche Kanuslalom-Saison Revue passieren zu lassen und die Sportler zu ehren.

Im Kanuslalom startet die Vorbereitung bereits im November des Vorjahres. Über die kalten Monate quälen sich die Sportler bei Minustemperaturen "aufs Wasser". Mit teilweise gefrorener Kleidung wird hier die Basis für die kommende Saison gesetzt. Ergänzt wird das Wassertraining durch Fitness- und Krafttraining in der Turnhalle und im Fitnessstudio.

All diese Strapazen nehmen die Sportler auf sich, um im Frühjahr bereit für ihre wichtigen Prüfungen zu sein. Für die Nachwuchsportler findet im Mai hierzu die Süddeutsche Meisterschaft statt, bei der man sich für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren kann. In Fürth konnte sich dabei Julius Didi knapp als 20. für die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften qualifizieren. Bei Loris Ellrich, seinem Trainingskameraden, lief es etwas schlechter, sodass er sich mit Platz 22 leider nicht qualifizieren konnte. Für die Leistungssportler der Familie Jung stellte die Qualifikation keine Hürde dar. Britta Jung, die aufgrund ihrer starken Leistung bereits frühzeitig in die nächste Altersgruppe gewechselt hat, konnte gegen teilweise vier Jahre ältere Sportkameradinnen, den Titel der Süddeutschen Meisterin bei den weiblichen Schülern B in der Disziplin K1 erringen. Ihr Bruder Holger Jung belegte in einem starken Konkurrenzfeld der männlichen Junioren im K1 Platz 3. Eine Altersklasse darunter, der männlichen Jugend K1, konnte sich Cedric Halm durch einen fehlerfreien 2. Lauf Platz 7 erstreiten. Die jüngste Sportlerin, Alva Perez, hatte zu diesem Zeitpunkt noch wenig Erfahrung mit "wilderem" Gewässer. Sie packte allen Mut zusammen, schaffte es jedes Tor korrekt zu durchfahren und erreichte letztendlich Platz 5 bei den weiblichen Schülern C. Ihr Vater und Trainer Angel Perez erreichte bei den Senioren B den 4. Platz. Die gleiche Platzierung bei den Senioren A erlangte auch Sebastian Zehfuß, der zweite Trainer vor Ort. Der dritte Trainer Stefan Loch entschied sich in diesem Jahr nicht in der Seniorenklasse zu starten. Er ging in der Herren-Leistungsklasse an den Start, in der auch deutsche Topfahrer mit am Start waren. Hier erreichte er Platz 15.

Die nächste wichtige Regatta fand im Juni 2019 in Haynsburg statt. Die süddeutsche Meisterin Britta Jung konnte sich hier als beste Rheinlandpfälzerin Platz 7 erkämpfen. Beim Kanuslalom geht es übrigens darum, auf fließendem, teilweise wildem Gewässer einen Stangenparcours möglichst schnell zu durchfahren. Berührt man beim Durchfahren eine Stange, werden zur Fahrzeit jeweils zwei Sekunden dazugerechnet. Verpasst man ein Tor, wird dies mit 50 Sekunden bestraft. Die Sportler haben die Möglichkeit, diesen Parcours zwei Mal zu befahren. Der bessere Lauf wird gewertet. Möchte man also eine gute Platzierung erreichen, ist es nicht nur wichtig schnell zu fahren, sondern auch keine Tore zu berühren. In diesem Fall hatte Britta Jung in beiden Läufen zwei Torstangen berührt, was sie im Endergebnis zwei Plätze nach hinten warf. Im September fand dann noch die Deutsche Meisterschaft für die jugendlichen Sportler in Hohenlimburg statt. Mit einem fantastischen 6. Platz, konnte Holger Jung hier als bester Sportler seines Geburtsjahres abschließen. Sein Trainingspartner Cedric Halm belegte einen guten 18. Platz unter den besten Jugendfahrern Deutschlands.

Geschlossen wird das Regattajahr für die WSF Zweibrücken mit der traditonellen Veranstaltung in Bad Kreuznach. Die teilnehmerreichste Regatta ist auch gleichzeitig die Rheinlandpfalz-Meisterschaft. Und bei dieser Meisterschaft konnten die Zweibrücker wieder zeigen, dass sie für das Bundesland neben dem Olympiastützpunkt in Bad Kreuznach eine feste Größe darstellen.
Bei der Rheinlandpfalzwertung konnten folgende Medaillenplätze erreicht werden:










Voll motiviert gingen die Sportler nun für die Saison 2020 in die Wintervorbereitung. Insbesondere Holger Jung konnte sich in diesem Jahr gute Chancen für die Qualifikation für die Europa- und Weltmeisterschaft der Junioren ausrechnen. Dies bedeutet tägliches Training und das neben den hohen Ansprüchen, welche die Schule in der Oberstufe stellt. Doch es kam wie in vielen anderen Sportarten ganz anders. Corona legte bis in den Herbst die komplette Regattasaison lahm. Im September fand geballt an einem Wochenende die Qualifikation für die internationalen Meisterschaften und die Deutsche Meisterschaft statt. Da die Sportler sich über das ganze Jahr nicht messen und damit nicht zu Ihrer Konkurrenz einschätzen konnten, wussten die Sportler nicht, was sie erwartet. Leider konnte Holger Jung seine persönlichen Ziele nicht erreichen. Durch einen verpatzten ersten Qualifikationstag waren die Hoffnungen für die Europa- und Weltmeisterschaft schon früh zunichte gemacht worden.
Am letzten Tag, an dem auch die Deutsche Meisterschaft ausgefahren wurde, konnte sich Holger dann nochmal für das Finale der zehn besten Sportler qualifizieren. Ähnlich wie seine Schwester im Vorjahr berührte er hier leider zwei Torstangen und landete letztendlich auf Platz 6. Cedric Halm, ein Jahr jünger, konnte in der gleichen Kategorie Platz 43 erreichen. Holgers Bruder Ulf, der mittlerweile studiert und die Leistungsportkarriere beendet hat, konnte bei den besten deutschen Sportlern einen starken 13. Platz einfahren. Damit ist er trotz verringertem Training der sechstbeste Fahrer der U23.

Das zweite und letzte Rennen fand dann im Oktober für die Schüler im Alter von 10-14 Jahren in Zeitz statt. Bei dieser deutschen Schülermeisterschaft startete für die WSF Zweibrücken Britta Jung. Auch sie wusste nicht wie gut sie im Vergleich zu ihrer Konkurrenz trainiert hatte. Britta schaffte es hier in ihrer Paradedisziplin Kajak Einer auf den 3. Platz. Britta trainiert und startet mittlerweile aber auch im Canadier Einer und konnte auch hier bis ins Finale fahren. Dort erreichte sie einen beachtlichen 6. Platz.

Die Saison 2020 war kurz und ist bereits beendet. Die Sportler starten so langsam in die Vorbereitung für die nächste Saison. Ob im Jahr 2021 Regatten stattfinden steht jedoch, wie zu erwarten, in den Sternen.

Und so trainieren sie ins Ungewisse, in der Hoffnung auf Normalität.

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